Colored Glasses
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Aktiv mitwirken, Allgemein, An Workshop teilnehmen, Toleranz verschenken

Ein Ehrenamt, das wirkt: Nicoles Engagement

Nicole kommt ohne einen festen Plan zu Colored Glasses. Der Impuls kommt von außen: Eine Freundin, die mit YFU im Austausch war, lädt sie ein, mitzumachen. „Ich wäre selbst tatsächlich gar nicht drauf gekommen“, sagt sie. Zu diesem Zeitpunkt studiert Nicole Lehramt und setzt sich dabei mit eher klassischen Ansätzen von Bildung auseinander. Colored Glasses bedeutet für sie, sich auf etwas Neues einzulassen – offen und neugierig, aber ohne große Erwartungen. 

Schon die Schulung erlebt sie sehr positiv: „Es war richtig schön, nahbar und wirklich sehr interaktiv.“ Besonders prägend ist für sie die Vielfalt der Gruppe. Menschen mit ganz unterschiedlichen Hintergründen kommen zusammen und teilen dennoch eine gemeinsame Haltung, getragen von dem Wunsch, etwas zu bewegen. Dieses gemeinsame Anliegen schafft schnell Vertrauen und Verbindung. 

Gleichzeitig merkt Nicole, dass sie beginnt, eigene Bilder zu hinterfragen. „Ich hatte am Anfang die Befürchtung, dass ich jüngere Menschen vielleicht nicht so ernst nehmen würde“, sagt sie offen. Doch die Erfahrung widerlegt diese Annahme schnell: „Dann war diese Vorstellung weg, dass man von jüngeren Leuten nichts lernen kann.“ Was bleibt, ist vor allem ein Eindruck von Wertschätzung und gegenseitigem Lernen, völlig unabhängig von Alter oder Erfahrung. 

In den Workshops wird Wirkung für Nicole konkret. Sie erlebt mal stille Klassen, mal herausfordernde Dynamiken – aber vor allem intensive Lernmomente. In einem Rollenspiel zu Menschenrechten wird Veränderung greifbar: Schüler*innen erleben, wie es sich anfühlt, wenn ihnen plötzlich Möglichkeiten oder Besitz entzogen werden. „Das war so ein Klick-Moment“, beschreibt Nicole die Situation. Für sie wird klar: Hier geht es nicht um abstraktes Wissen, sondern um Erfahrung. Schüler*innen reflektieren ihr eigenes Verhalten, erkennen Ungerechtigkeit und empfinden sie nach. „Da passiert ganz, ganz viel in den Köpfen von den Kindern“, sagt Nicole. Genau darin liegt für sie die besondere Stärke der Workshops. 

Mit diesen Erfahrungen verändert sich auch Nicoles Blick auf Schule. Fachlichkeit bleibt wichtig, rückt aber in den Hintergrund. „Ich möchte Persönlichkeitsentwicklung stärker machen als reine Leistung“, sagt sie. Entscheidend ist für sie, wie gelernt wird. „Das Einzige, was wirklich wirkt ist, wenn man respektvoll und auf Augenhöhe miteinander umgeht.“ Lernen wird für sie zu einem Raum, in dem sich junge Menschen öffnen, ausprobieren und entwickeln können. 

„Das wichtigste Mittel, das wir haben, ist Bildung.“

Heute trägt Nicole diese Perspektive in ihr Umfeld und in ihr Selbstverständnis als zukünftige Lehrerin. Bei Colored Glasses engagiert sie sich weiterhin. Gerade angesichts gesellschaftlicher Unsicherheiten geben ihr die Workshops Hoffnung. Sie erlebt immer wieder, dass junge Menschen sensibel für Ungerechtigkeit sind – und bereit, sich damit auseinanderzusetzen. „Man sieht, dass die Hoffnung nicht verloren ist“, sagt sie. 

Ihr Wunsch für die Zukunft von Colored Glasses ist klar: weitermachen. Räume schaffen, in denen Perspektivwechsel möglich werden und junge Menschen sich selbst und andere besser verstehen können.

16. Mai 2026
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:960/h:639/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2018/07/Workshop.jpg 639 960 Leni Ditz https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Leni Ditz2026-05-16 19:09:592026-05-16 19:10:37Ein Ehrenamt, das wirkt: Nicoles Engagement
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Colored Glasses bringt neue Perspektiven nach Brüssel

Am 17. März fand in Brüssel ein besonderer Colored-Glasses-Workshop statt. Teilgenommen haben Schüler*innen und Schülervertretungen deutscher Schulen aus Brüssel, Den Haag und Paris – alle deutschsprachig, aber mit ganz unterschiedlichen internationalen Erfahrungen. Die Gruppe war altersmäßig breit gemischt, von der sechsten bis zur zwölften Klasse. 

Das Thema Diskriminierung stand im Mittelpunkt, doch schnell zeigte sich, dass die Teilnehmenden bereits viele eigene Erfahrungen und ein gutes Verständnis des Themas mitbrachten. Statt klassischer Grundlagenarbeit wurde der Workshop daher spontan angepasst. Die Schüler wurden weniger als klassische Teilnehmende, sondern vielmehr als Multiplikatoren gesehen. Im Fokus standen Fragen wie: Was kann ich tun, wenn ich selbst oder andere Diskriminierung erleben? Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich als Schülervertretung? An wen kann ich mich wenden? 

Diese Dynamik stellte auch die beiden Teamerinnen Klara und Martha vor Herausforderungen. Ursprünglich hatten sie den Workshop auf einem eher grundlegenden Niveau geplant. Doch während der Durchführung wurde schnell klar, dass sie umdenken mussten:

Wir fanden es beeindruckend, wie gut die Gruppe mitgemacht hat und wie viel wir innerhalb dieser paar Stunden machen konnten.
Gleichzeitig war es pädagogisch, wie auch methodisch herausfordernd. Weil wir vorher nicht wussten, dass die Schüler so fit sind, haben wir dementsprechend eher auf einem einfachen Niveau geplant. Daher mussten wir während des Workshops einiges umbauen, sodass der Inhalt auch zur Zielgruppe passt.
Das war zwar herausfordernd, aber ich würde sagen, wir haben es auf jeden Fall gemeistert. Die Lehrkräfte waren mehr als zufrieden.

Trotz der zeitlichen Begrenzung hatten beide Teamerinnen das Gefühl, mehr erreicht zu haben als ursprünglich geplant. Gleichzeitig wurde deutlich, wie viel Potenzial noch in einem mehrtägigen Format gesteckt hätte. „Ich habe bei diesem Workshop gemerkt, wie stark mehrtägige Programme sein können.“ sagt Klara. Der Wunsch nach mehr Zeit war groß – besonders, weil die Gruppe so ambitioniert war und die Lehrkräfte die Schüler engagiert und auf Augenhöhe begleiteten.

Dass der Workshop langfristig etwas bewegen kann, davon sind beide überzeugt. Durch den offenen Austausch und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema wurden Impulse gesetzt, die weit über den Workshop hinaus wirken können. „Ich hoffe natürlich sehr, dass wir bei den Schülern einen Eindruck hinterlassen haben, sodass sie den Inhalt des Workshops vielleicht mit in ihr Leben nehmen können,” wünscht sich Klara. “Nicht nur für die Schulzeit, sondern auch weiterführend. Sodass noch etwas vom Workshop in Köpfen der Schüler stecken bleibt, was sie dann beispielsweise auch in Führungspositionen für sich, aber auch für ihre Mitmenschen nutzen können.“

Für Klara steht nach diesem Workshop vor allem eines fest:

Ich finde Colored Glasses ein super cooles Programm mit sehr vielen Möglichkeiten für Entwicklung und Impulse und ich wünschte, dass jede Person irgendwann einmal an einem Colored-Glasses-Workshop teilnehmen könnte.

Notizen währen einer Colored-Glasses-Schulung

28. April 2026
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:600/h:301/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2026/04/CG-Workshop.jpeg 301 600 Leni Ditz https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Leni Ditz2026-04-28 17:23:572026-04-28 17:24:00Colored Glasses bringt neue Perspektiven nach Brüssel
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Bevor wir Workshops geben – wie wird man Teamer*in? 

Die einfachste Antwort darauf ist “durch die Colored Glasses Schulung!” – Aber  was ist das eigentlich? Und was lernen die Teamer*innen vor ihrem ersten Workshop? 

All diese Fragen wurden letztes Wochenende für sieben motivierte Menschen beantwortet. 

Vom 27.02.2026 bis 01.03.2026 fand wieder eine der regelmäßigen CG-Schulungen statt – dieses Mal in Leipzig. Insgesamt sieben Teilnehmende kamen zusammen, um sich zu neuen Teamer*innen (Workshop-Moderator*innen) ausbilden zu lassen. Die Schulungen finden etwa jedes Vierteljahr statt und bilden die Grundlage dafür, dass auch weiterhin bundesweit Workshops an Schulen angeboten werden können. 

Stärkung des Wir-Gefühls

Nach einer teils holprigen Anreise startete die Gruppe am Freitagabend gemeinsam in die Schulung. Nach dem Abendessen standen zunächst das Vorstellen und Kennenlernen sowie die Besprechung der gemeinsamen Regeln auf dem Programm. Anschließend gab es eine Einführung in Colored Glasses und die Verbindung zu Youth For Understanding (YFU). 

Nach der Einführung wurde der Abend erst mit einer Brausepause, dann einem langen Spieleabend ausklingen gelassen. Der Abend sorgte für neue Bekanntschaften und dafür, dass sich alle schnell wohlfühlten. 

Selbst erleben was einen Workshop ausmacht

Der Samstag startete früh mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor es inhaltlich intensiv wurde. In einer Simulation wurden Menschenrechtsverletzungen erfahrbar gemacht – eine Methode, die auch in Schulworkshops eingesetzt wird. Das anschließende Debriefing bot Raum, Gefühle und Gedanken zu reflektieren. So konnten die Teilnehmenden nachempfinden, wie sich Schüler*innen in solchen Workshop-Situationen fühlen und wie wichtig eine sensible Moderation ist. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag darauf, wie ein Debriefing angeleitet wird: Welche Fragen regen zum Nachdenken an? Wie können Schüler*innen ermutigt werden, ihre Gedanken zu teilen? Wie gelingt es, Diskussionen erfolgreich zu begleiten? 

Nach dem Mittagessen, frischer Luft und einer Runde Tischtennis ging es weiter mit dem Workshop-Konzept. In Gruppen wurden eigene (hypothetische) Workshops geplant und einzelne Teile direkt ausprobiert. Erste Moderationserfahrungen wurden gesammelt – inklusive Feedback natürlich auch. 

Der Tag ging erneut mit Spielen, Sudoku und vielen guten Gesprächen zu Ende. 

Theorie und Organisation vor einem Workshop 

Am Sonntag machten sich die zukünftigen Teamer*innen mit der Theorie hinter den drei großen Workshop-Themen vertraut: 

  • Menschenrechte & soziale Verantwortung 
  • Identität & Kultur 
  • Stereotype, Vorurteile & Diskriminierung 

Außerdem ging es darum, wie ein Workshop organisatorisch zustande kommt – von der Anfrage bis zur Durchführung und alles Administrative drum herum. 

Nach drei intensiven Tagen voller Austausch und Reflexion ging das Wochenende am Sonntag zu Ende. Mit vielen neuen Eindrücken, großartigen Begegnungen und einer großen Portion Motivation ging es am Sonntag zurück in die Züge und ab nach Hause. 

“Die Colored Glasses Schulung in Leipzig hat mir viele wichtige Impulse sowie Methoden vermittelt, um einen Workshop leiten zu können,” sagt Rebekka, die nun neue Teamerin der Region Nord ist. “Sich zusammen mit Themen wie Diskriminierung und Rassismus auseinanderzusetzen, hat mich bestärkt, dass unser Engagement in Form der Workshops Kinder und Jugendliche bewegen kann und wir einen Teil dazu beitragen können, dass diese Welt ein Stück schöner wird.” 

Die Schulung zeigt: Teamer*in wird man nicht einfach über Nacht – sondern durch gemeinsames Lernen, Ausprobieren und Reflektieren. Hinter jedem Workshop stehen engagierte junge Menschen, die sich intensiv mit relevanten Themen auseinandergesetzt haben und gelernt haben, Diskussionen erfolgreich zu begleiten und zum Weiterdenken anzuregen. Genau das macht Colored Glasses aus – und ist die Grundlage dafür, dass Workshops nicht nur Wissen vermitteln, sondern wirklich etwas bewegen können. 

3. März 2026
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:1200/h:691/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2026/03/WhatsApp-Image-2026-03-01-at-15.29.10-2.jpeg 691 1200 Leni Ditz https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Leni Ditz2026-03-03 14:43:262026-03-04 00:01:59Bevor wir Workshops geben – wie wird man Teamer*in? 
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Im Kleinen Großes bewirken

MAREIKE ENGAGIERT SICH FÜR COLORED GLASSES, UM JUGENDLICHE FÜR THEMEN WIE INTERKULTURALITÄT UND DISKRIMINIERUNG ZU SENSIBILISIEREN. IN EINEM INTERVIEW MIT DEM YFU-MAGAZIN BERICHTET UNSERE EHRENAMTLICHE MAREIKE VON IHRER ARBEIT.

Liebe Mareike, du bist seit deinem YFU-Austauschjahr in Dänemark 2010/11 ehrenamtlich für Colored Glasses aktiv: Was motiviert dich dazu?

Colored Glasses heißt für mich, spielerisch und interaktiv Themen ins Klassenzimmer zu bringen, die junge Menschen täglich berühren, von ihnen aber vielleicht nicht so bewusst wahrnehmen oder reflektieren, z.B. ihre eigenen Identitäten und kulturellen Netzwerke, und Themen wie Vorurteile und Diskriminierung. Nicht alle Jugendlichen können oder wollen einen Austausch machen, der dann auch noch wie bei YFU intensiv begleitet wird. Mit CG-Workshops setzen wir Impulse, um das Nachdenken über sich selbst und den respektvollen Umgang miteinander anzuregen. In meinen 13 Jahren bei CG hat die Relevanz dieser Themen und entsprechend auch meine Motivation, mich dafür einzusetzen, nie abgenommen. 

Inzwischen habe ich alters- und berufsbedingt weniger direkt mit den Teilnehmenden zu tun, aber engagiere mich beispielsweise in der Aus- und Weiterbildung der Ehrenamtlichen – die nächsten Generationen zu begleiten ist enorm wichtig. Mich motiviert dabei zu sehen, wie sich unsere jungen Ehrenamtlichen durch die Mitwirkung bei CG persönlich und fachlich weiterentwickeln und dadurch auch YFU insgesamt stärken. 

Du bist auch Teil der Konzeptüberarbeitungsgruppe: Was bedeutet das?

Es ist sehr wichtig, dass wir bei YFU und CG unsere Inhalte, Modelle und Methoden regelmäßig kritisch prüfen und aktualisieren, damit sie z.B. den aktuellen wissenschaftlichen Diskursen, gesellschaftlichen Themen und Begrifflichkeiten und den Zielen des Vereins entsprechen. Das erste schriftliche CG-Konzept stammt aus dem Jahr 2001, seitdem gab es sieben Updates. Ich war bei der letzten größeren CG-Überarbeitung 2015/16 mit dabei und habe in dem Prozess richtig viel von den Erfahreneren gelernt. Das konnte ich dann in die Erstellung des internationalen/ englischsprachigen Konzepts einfließen lassen, bei der ich 2016 in einem internationalen Team die inhaltliche Leitung übernommen habe.  

2022 wurden bei YFU Deutschland aktualisierte Bildungsziele verabschiedet – darin verständigen wir uns als Verein, was wir mit unseren Programmen konkret fördern möchten, auf persönlicher und gesellschaftlicher Ebene. Damit diese Ziele in die konkrete Umsetzung kommen, müssen Programmkonzepte z.B. für die Vor- und Nachbereitung, entsprechend angepasst oder geschärft werden.  

Bei CG haben wir die YFU-Bildungsziele ebenfalls als Ausgangspunkt genommen, um bei der aktuellen Überarbeitung zu prüfen, welchen Beitrag CG insbesondere zur Adressierung der langfristigen, politisch-gesellschaftlichen Bildungsziele des Vereins leisten kann. Dazu gehörte beispielsweise die Entscheidung, das Thema Menschenrechtsbildung als neues Workshopmodul mit aufzunehmen, wie es auch im englischsprachigen Konzept bereits der Fall ist.  

Schüler*innen bei einem Workshop an einer Münchner Schule

Du bist darüber hinaus auch international aktiv und unterstützt YFU-Partnerorganisationen dabei, Colored Glasses im eigenen Land aufzubauen.

Eher zufällig fand ich mich 2015 als Trainerin auf einem CG-Multiplikator*innenseminar in Frankreich wieder, ohne wirklich Französisch zu sprechen. Dort hat sich regional fokussiert seitdem ein relativ stabiles Angebot entwickelt. Für mich war das Training außerdem der Beginn zahlreicher internationaler Projekte u.a. mit dem Global Office. 

Schon lange werden CG-Methoden in vielen Ländern weltweit eingesetzt, aber durch das internationale CG-Konzept, das seit 2016 auf Englisch, Französisch und Spanisch vorliegt, wurden sie deutlich zugänglicher. 2016/17 und 2018/19 konnten wir außerdem mithilfe von EU-Förderungen CG in einigen europäischen YFU-Organisationen (neu) „kickstarten“. Es gab aber über die Förderzeiträume hinaus keine zentrale Koordination von CG international, sodass wir gar nicht ganz genau sagen können, in wie vielen Ländern CG aktuell genutzt wird. 

Eine spannende Erfahrung war eine Online-Schulung, die ich 2022 für YFU Paraguay und Uruguay durchführen durfte. Ein erfahrungsorientiertes Konzept online zu vermitteln war sehr herausfordernd, hat aber tatsächlich Früchte getragen. Nachdem das internationale YFU-Netzwerk sich nun post-covid stabilisiert, gibt es aktuell wieder verstärktes Interesse am Aufbau von CG, z.B. aus Südafrika, den USA oder der Türkei. 

Eine gemeinsame Herausforderung aller Organisationen (inkl. YFU Deutschland), die ich bisher beraten habe, ist es, eine Struktur zu etablieren, in der CG sich weitestgehend selbst trägt, und das nicht nur in Bezug auf Finanzen, sondern vor allem auch die Ressourcen der Haupt- und Ehrenamtlichen. Gleichzeitig sind die nationalen und lokalen Strukturen und Rahmenbedingungen sehr unterschiedlich und es ist wichtig, dass die Organisationen eine für sich passende und realistische Umsetzung von CG finden.  

Colored Glasses bietet Toleranzworkshops für Schulklassen an: Was hat das mit Demokratie zu tun?

Menschenrechte, Diskriminierung, Demokratie – ich denke, wir dürfen uns von den groß klingenden Worten nicht abschrecken lassen und schauen, welchen Beitrag wir konkret leisten können. Bei CG nähern wir uns den Themen mit Spielen und gemeinsamer angeleiteter Reflexion anders, als es im Schulalltag zwischen Lehrplänen und Klassenarbeit normalerweise möglich ist.

Demokratiebildung ist ein breites Feld und wir tragen mit YFU und CG insbesondere zum Teilbereich interkultureller Bildung bei, denn das ist unsere Kernkompetenz. Teil des Konzepts ist es auch, dass unsere Teamenden etwa gleichaltrige „Peers“ sind, die den Teilnehmenden auf Augenhöhe begegnen. Uns geht es immer darum, konkrete Bezüge zum Alltag der Jugendlichen herzustellen und gleichzeitig globale Zusammenhänge und Mechanismen aufzuzeigen und ihnen Begriffe an die Hand zu geben, deren Verständnis junge Menschen befähigt und ermutigt, sich aktiv demokratisch einzusetzen.

Wenn man im Kleinen anfängt über die Themen nachzudenken und bei sich selbst aktiv zu werden, kann man es dann auch in größeren Zusammenhängen geübter einsetzen. Dasselbe findet auch in den YFU-Austauschprogrammen und Seminaren statt, dort dann noch ergänzt um die konkrete Austauscherfahrung und natürlich deutlich zeitintensiver begleitet. 

Wenn du zurückblickst: Was sind die größten Learnings, die du für dich und deine Weiterentwicklung aus deinem Ehrenamt mitgenommen hast?

YFU und mein Ehrenamt nach dem Austausch ist unweigerlich mit meiner weiteren Biografie verwoben – angefangen mit meiner Studienwahl, die mich 2013 wieder in mein Austauschland und zum Fach Interkulturelle Bildung geführt hat. Ich bin sehr dankbar, dass ich gerade meine Studienzeit stark nutzen konnte, um so viel wie möglich mitzunehmen: Schulungen und Trainings in DE und international, Arbeitsgruppen, CG-Workshops, Konferenzen und Repräsentationseinsätze fürs europäische und später globale Office.

Was man im Ehrenamt alles für das Leben lernt, kann man in Kompetenzen schwerlich benennen. Aus dem Bereich der Trainings würde ich sagen: Gruppen und Einzelpersonen in Lernprozessen begleiten; den eigenen, für mich authentischen Stil finden; von anderen lernen. Aus dem Bereich der Konzeptentwicklung sicherlich die Textkompetenz, kritisches Denken, und erfolgreiche digitale Zusammenarbeit. 

Ein Blick in die Zukunft: Was wünschst du dir für Colored Glasses?

Habe ich drei Wünsche frei?  

Dann wünsche ich mir, dass CG am Puls der Zeit bleibt und gleichzeitig auf die Erfahrungen der letzten Jahre aufbauen kann, konkret: ein digitales CG-Konzept, wie eine Methodenbibliothek, die leicht zu editieren ist und mit der wir es besser schaffen, das Konzept regelmäßig zu aktualisieren und erweitern, ohne gleich ein Buch verfassen zu müssen. 

In Bezug auf die internationalen Aktivitäten hoffe ich, dass andere YFU-Organisationen für sich sinnvolle Modi finden, in denen CG ihr Angebot bereichert, außerdem mehr Kooperationsprojekte und auch hier eine digitale Struktur, die das erleichtert. 

Für YFU Deutschland wünsche ich mir, dass die Verzahnung von CG und YFU weitergeht, strukturell im Verein, aber auch in der konkreten Arbeit der Ehrenamtlichen nicht im „Entweder-Oder“ gedacht wird. So könnten wir vielleicht auch noch einen stabileren Pool an Teamenden und Trainer:innen aufbauen. 

Diesen und weitere spannende Artikel findet ihr im YFU-Magazin. Viel Spaß beim lesen!

12. Januar 2025
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:1620/h:1080/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2025/01/Colored-GlassescJanine-Hague-33-scaled.jpg 1706 2560 Colored Glasses https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Colored Glasses2025-01-12 12:10:482025-01-13 11:05:48Im Kleinen Großes bewirken
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Jahresrückblick 2023 – Kurz und Knapp

Was war 2023 in den Colored Glasses-Regionen los?

Letztes Jahr ist bei Colored Glasses viel Tolles passiert. Ein paar Highlights des Jahresrückblick 2023 sollten auf alle Fälle noch einmal hervorgehoben werden:

Spitzenreiter Bayern

Mit 19 stattgefundenen Workshops ist Bayern im vergangenen Jahr Spitzenreiter der Regionen gewesen – einen riesigen Applaus an das Koordi-Team Clara & Tobi, die ab 2024 von Anna unterstützt werden. Besonders stolz sind sie drauf, dass hier kein einziger Workshop wegen Teamer*innen-Mangel abgesagt werden musste. 

Sommerfest in München

Wen wundert es da, dass sich drei Teamer*innen aus der Region mit ihrem Einsatz einen CG-Hoodie in unserer Toleranzchallenge verdient haben? Gefeiert wurde dies auch beim kleinen Sommerfest in München, wo sich Koordis, Teamer*innen & Alumni*ae besser kennengelernt haben.

Schulung-Spaß in Baden-Würtemberg

Für Grit & Angelique – den Koordis in Baden-Württemberg – zaubert der Gedanke an lustige Spieleabende bei der Schulung in Ulm noch immer ein Lächeln auf die Lippen. In Kooperation mit dem Koordi-Team aus Bayern haben sie im Frühjahr 2023 ganze 17 neue Ehrenamtliche startklar für das Engagement mit Colored Glasses gemacht. Besonders gefreut hat sie zu merken, dass bei Schulen und Ehrenamtlichen das Interesse an Colored Glasses wächst. Auch 2024 freuen sie sich drauf, erneut zusammen mit den Koordis aus Bayern eine Schulung zu organisieren.

Trauriger Abschied

Nach je 12 Jahren Engagement für Colored Glasses haben wir in diesem Jahr schweren Herzens Lena & Miguel aus dem CG-Vorstand verabschiedet. Das haben wir als Chance genutzt, das Vorstands-Team neu aufzustellen und viele spannende Projekte anzugehen. Neu in ihren Rollen sind Merle und Kevin. Merle übernimmt seit Mitte 2023 die Verbindungsarbeit zu YFU und hat in dem Zuge erheblich dran mitgewirkt, dass der YFU-Vereinsrat eine offizielle Stellung für Colored Glasses im Verein beschlossen hat. Kevin hat in diesem Jahr die Verantwortung für die Überarbeitung des Colored Glasses Workshop-Konzepts übernommen, das 2024 finalisiert werden soll. Wie zuvor auch begleitet Marius weiter die Koordis bei ihrem Engagement und Anne leitet das Marketing-Team. Unterstützt wird der ehrenamtliche Vorstand von Nina, hauptamtliche Mitarbeiterin von YFU. 

Ein neues Mitglied und neue Anfragen

Auch das Koordi-Team im Osten des Landes hat ein neues Mitglied erfolgreich eingearbeitet: Janika. Gestartet war das Jahr mit dem digitalen Wintertreffen, das Koordi-Kollegin Resi in besonders guter Erinnerung geblieben ist. Bei diesem jährlichen Termin vernetzen Colored Glasses Ehrenamtliche bundesweit und bilden sich zu spannenden Themen fort. Mit aufgeräumtem Verteiler und voll ausgestattetem Materialkoffer ist das Koordi Team nun bestens vorbereitet auf 2024. Die Teamer*innen aus Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern freuen sich darauf gemeinsam viele Workshops zu geben. Die ersten Anfragen sind auch schon eingegangen.

Präsenztreffen in Kassel

Im Mai letzten Jahres konnte endlich wieder ein Präsenztreffen des Colored Glasses Teams stattfinden. Vorstand, Koordis und Marketing-Team waren eingeladen zum gegenseitigen Kennenlernen und der gemeinsamen Weiterentwicklung unserer Ziele. Die Teilnehmenden haben schöne Erinnerungen an das Wochenende in Kassel behalten und viel Energie aus dem persönlichen Austausch gezogen. So auch Katha, die die Arbeit in der Region Mitteldeutschland im letzten Jahr allein gestemmt und dazu noch eine Schulung organisiert hat, bei der sie es sich nicht hat nehmen lassen, #buntsein-Kerzen für die Teilnehmenden selbst zu basteln. Hut ab!

Neue Workshops im Westen

Nachdem es lange Zeit ruhig war bei Colored Glasses im Westen Deutschlands, wurden im Jahr 2023 dort wieder die ersten Workshops gegeben. Absolutes Highlight: ein Workshoptag für einen ganzen 11. Jahrgang und Übernachtung im Kloster für das CG-Team! 

Viele neue Ehrenamtliche in Duisburg

Außerdem konnten in Duisburg 15 neue Ehrenamtliche ausgebildet werden. Sowohl die neuen Teamer*innen, als auch Koordis und Vorstand können es kaum erwarten die Landesgruppe West wieder aufleben zu lassen. Bis sich dafür motivierte Koordis finden, übernehmen Kevin, Marius & Nina aus dem CG-Vorstand diese Aufgabe.

Neues aus dem Marketing-Team

Wir als Marketing-Team freuen uns über Neuzugänge Anuli, Pauline & Lena, die nun Kaya, Lisa & Anne beim CG-Blog und Instagram unterstützen. 

Letztes Jahr war viel los, mit 80 Beiträgen und zahlreichen neuen Followern haben wir die 800 Follower-Marke geknackt. Vielen Dank für die Unterstützung! Wir haben das CG ABC beendet, eine neue Reihe “Colored Glasses Presents” begonnen und hatten viel Spaß mit dem Adventskalender. Für die nächsten Posts seid gespannt, was bei Colored Glasses in den jeweiligen Regionen im letzten Jahr sonst noch los war.

Neuzuguang im Norden

Letztes Jahr haben die Koordis Sophia und Michaela im hohen Norden Unterstützung bekommen von Riman. Trotz großem Mangel an Teamer*innen konnten stolze 13 Workshops in der Region stattfinden, dank des Engagements der Ehrenamtlichen. Das Team startet mit tollen Ideen und neuen Mitgliedern ins kommende Jahr. Der erste Workshop ist bereits in Planung.

Zusammenarbeit im Norden

Im letzten Jahr haben Mara & Anikó als Koordis für Bremen/Niedersachsen in Kooperation mit der Region Schleswig-Holstein/Hamburg und eine Präsenzschulung umgesetzt, bei der insgesamt 11 neue Teamer*innen ausgebildet wurden. Eine gute Grundlage für die zukünftige Zusammenarbeit, denn diese beiden Landesgruppen werden zu einer: Nord. Das neue Team startet mit gebündelten Kräften und voller Tatendrang ins Jahr 2024! 

Wenn du in 2024 auch ein so ereignisreiches Jahr haben möchtest wie wir, mach mit und werde Teamer*in!

1. März 2024
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:998/h:980/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2024/03/Bildschirmfoto-2024-03-01-um-12.24.27.png 980 998 Lena Stilz https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Lena Stilz2024-03-01 12:54:202024-03-01 12:54:22Jahresrückblick 2023 – Kurz und Knapp
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Colored Glasses Jahresbericht 2022

Liebe YFU- und Colored Glasses-Enthusiast*innen, 

Endlich ist er da – der neue Jahresbericht von Colored Glasses! 

Colored Glasses ist ein Bildungsangebot von YFU, das jungen Menschen in Workshops die Bedeutung von Akzeptanz und Toleranz nahebringt und mit ihnen über ihren eigenen Blick auf die Welt diskutiert. Diese Werte sind die Grundlagen für das Funktionieren einer vielfältigen Gesellschaft, die wir mitgestalten wollen. Viele denken bei YFU vor allem an den Gastfamilien- und Schulaufenthalten, den interkulturellen Austausch, an die Brücken, die zwischen Menschen aus unterschiedlichen Regionen der Welt gebaut werden und an die tiefgreifende Lernerfahrung junger Menschen. Colored Glasses ergänzt die Umsetzung unserer Bildungsziele, um die Breite der Jugendlichen zu erreichen. Die zahlreichen Colored Glasses-Engagierten helfen auch, Kontakte zu Schulen aufzubauen, die YFU noch nicht kennen und Ehrenamtliche für uns zu begeistern, die nicht mit YFU im Austausch waren. Gleichzeitig können wir bei YFU und Colored Glasses gleichermaßen Ehrenamtliche in der Persönlichkeitsentwicklung begleiten und zivilgesellschaftliches Engagement fördern. Bei all unseren Aktivitäten – sei es bei der Organisation des Jungendaustausches oder bei den Toleranzworkshops – teilen wir dabei denselben Kern, quasi denselben Herzschlag. 

Im Colored Glasses Jahresbericht 2022 erkennt man diesen Herzschlag – den typischen YFU-Spirit! Mit dem überragenden Engagement vieler Ehrenamtlicher konnten im vergangenen Jahr 759 Workshop-Teilnehmende vor allem in den Klassenstufen 7 bis 9 erreicht werden.  Schaut gerne in den Bericht, um zu lesen, was 2022 bei Colored Glasses noch passiert ist: Von Social Media über Vorstands-Treffen, Ehrenamtlichenausbildung, bis hin zum Coaching für den Vorstand zu Themen wie Mitgliedergewinnung und Diversität.  

Vor uns als Verein liegen ganz klar Herausforderungen. Gemeinsam können wir diese sicher meistern. Daher liegt es uns am Herzen, Ehrenamtliche von YFU und Colored Glasses und in der praktischen Arbeit in Zukunft mehr miteinander zu verzahnen, zum Beispiel durch eine bessere Integration in die Landesgruppenarbeit. In einigen Regionen klappt das schon gut und auch im Marketing und der gegenseitigen Bewerbung der Angebote wachsen wir immer weiter zusammen.  

Wir freuen uns daher auf die weitere vertrauensvolle Zusammenarbeit und laden euch ein, als Colored Glasses-Ehrenamtliche und Jugendaustausch-Ehrenamtliche auch gerne mal in die andere Welt hineinzuschnuppern und euch gemeinsam als Teil von YFU zu begreifen! 

Liebe Grüße 

Euer YFU-Vorstand (Rita, Lisa, Simon, Laura und Elise)  

und euer Colored Glasses-Vorstand (Marius, Kevin, Merle, Lena, Nina und Miguel) 

Fun Fact: Wir haben Chat GPT danach gefragt, wie man die Beziehung zwischen YFU und Colored Glasses lustig beschreiben kann. Die Antwort: „YFU und Colored Glasses sind wie ein harmonisches interkulturelles Tango-Duo – sie bringen verschiedene Perspektiven zusammen und tanzen gemeinsam durch die Welt der kulturellen Vielfalt!“ Das ist doch mal eine coole Metapher! 

Den Jahresbericht könnt ihr hier runterladen:  https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2023/07/CG_Jahresbericht_2022_digital.pdf

27. Juli 2023
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:634/h:310/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2023/07/Bildschirmfoto-2023-07-27-um-17.06.02.png 310 634 Colored Glasses https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Colored Glasses2023-07-27 16:51:182023-07-28 09:17:59Colored Glasses Jahresbericht 2022
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Colored Glasses Präsenztreffen in Kassel – Mai 2023

Am Wochenende vom 5. bis zum 7. Mai 2023 fand in Kassel endlich wieder ein Präsenztreffen von Colored Glasses statt!

„Früher“ bildete unser Wintertreffen zu Jahresbeginn jeweils den Auftakt in ein neues Colored Glasses Jahr und entpuppte sich immer als ein großes Wiedersehen unter den Vorstandsmitgliedern und Koordinierenden. In diesem Jahr haben wir uns zum ersten Mal seit 2020 in dieser Runde getroffen, die um Mitglieder des Marketing-Teams ergänzt wurde, sodass es vielmehr ein gegenseitiges Kennenlernen darstellte. Somit war die Neugierde aufeinander groß, als der Großteil von dem Team, insgesamt 15 motivierte Menschen, aus ganz Deutschland anreiste.

Ziel war es, über die Zukunft von Colored Glasses nachzudenken und diese weiter auszuarbeiten sowie vor allem als Colored Glasses Team enger zusammen zu wachsen. Im Rahmen von Workshops haben wir mithilfe der forecast-Methode gesamtgesellschaftliche Trendannahmen entwickelt, welche über die nächsten zehn Jahre für Colored Glasses von Relevanz sein werden. Aus diesen haben wir Szenarien abgeleitet und diskutiert, wie realistisch deren Eintreten jeweils ist. Aus den daraus abgeleiteten Handlungsempfehlungen konnten wir einige direkt in die abschließende Aufgabe aufnehmen: unsere konkreten Ziele für das weitere Jahr 2023. Das Wochenende nutzten wir außerdem, um den Arbeitsstand zum Konzept 8.0, welches gerade in der Erarbeitungsphase steckt, vorzustellen sowie neue Koordis in ihre Aufgaben und unsere Colored Glasses Prozesse einzuführen. Das Marketing-Team hat die Gelegenheit genutzt, um mit einigen Koordis neue Inspirationen für unsere Öffentlichkeitsarbeit auszuarbeiten.

Durch das Treffen haben wir weitere Motivation und Ideen für die nächsten Jahre von Colored Glasses gesammelt und wir freuen uns schon jetzt wieder auf das nächste Präsenztreffen!

Impressionen vom Präsenztreffen in Kassel
19. Juni 2023
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:1440/h:1080/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2023/06/Engagement_macht_stark-scaled.jpeg 1920 2560 Colored Glasses https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Colored Glasses2023-06-19 21:30:312023-06-25 15:09:52Colored Glasses Präsenztreffen in Kassel – Mai 2023
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Arbeitstreffen zum Konzept 8.0: Ein frischer Anstrich für unser Manual 

Unsere hybride Taskforce zur Überarbeitung des Workshop-Konzepts

Lange schon stand es auf dem Plan: Unser Konzept muss überarbeitet werden. Bereits 2020 hatten wir einen Versuch gestartet eine Taskforce zu bilden, die sich der Aktualisierung unseres Workshop-Konzepts widmet. Im Trubel von Corona, Lockdown und zahlreichen Aktivitäten im Zuge des Startsocial-Beratungsstipendiums war dieses Vorhaben jedoch versandet. Nachdem die Findungsphase nach Corona nun einigermaßen abgeschlossen ist und sich Colored Glasses wieder auf einem gesunden Weg der Konsolidierung befindet, ist es an der Zeit das Konzept wieder in den Blick zu nehmen.  

Warum benötigt es einen neuen Schliff? Das letzte Konzept von 2016 war mit Abstand die beste aller bisherigen Versionen. Nichtsdestotrotz hat sich einiges getan: Im englischen Konzept „Coloured Glasses Manual“ gibt es neue Inhalte zu den Themen Global Citizenship (Weltbürgertum/Kosmopolitismus) und Human Rights (Menschenrechte). Colored Glasses Österreich verfasste zudem einen Teil zu Gender & sexueller Identität, der ebenfalls gut zu unserem Themenspektrum passt. Neben Aktualisierungen, die sich aus den Entwicklungen der gesellschaftlichen und wissenschaftlichen Debatte rund um Kultur, Identität und Diskriminierung ergeben, sollen diese Themen in unser CG-Repertoire aufgenommen werden. Und was passiert mit den Zusätzen, die wir im Jahr 2017 zum Thema Flucht und 2021 zu digitalen Workshops entwickelt haben? Auch hier stellt sich die Frage, wie sich diese sinnvoll in unser Konzept integrieren lassen. Außerdem erreichte uns an einigen Stellen die konstruktive Kritik von Teamenden und Koordis, die ihre Verbesserungsvorschläge für manche Inhalte und Simulationen mit uns teilten. Es ist an der Zeit dem Konzept eine Frischekur zu verpassen. 

Erste Aufrufe zur Mitarbeit wurden zum Jahreswechsel 2022/23 verschickt und während des digitalen Wintertreffens nutzten wir die Gelegenheit, die geplante Überarbeitung einer breiten Gruppe zu erläutern. Die Werbung fruchtete und es folgte ein Online Kick-Off Meeting, bei dem wir unsere Ziele festlegten.  

„Mit der Überarbeitung des CG-Konzeptes wollen wir erreichen, dass…   

  1. alle Inhalte auf den aktuellen wissenschaftlichen Stand gebracht werden.   
  1. das Konzept für Teamende leicht anwendbar ist und für verschiedene Zielgruppen spezifisch nutzbar. 
  1. das CG-Konzept zur Reflektion der eigenen Position anregt.“ 

Nachdem in den ersten Online-Calls ein generelles Vorgehen festgelegt wurde, machten wir uns mit den Texten vertraut und entschieden, welche Kapitel noch in Ordnung sind, welche Kapitel überarbeitet werden müssen und welche ggf. sogar ganz gestrichen werden sollten, weil sie entweder ungenutzt sind oder gar ein Denken fördern, das wir mit unseren Workshops viel lieber dekonstruieren möchten. 

Am letzten Aprilwochenende war es so weit: Wir trafen uns zu einem hybriden Arbeitstreffen in der Hamburger YFU-Geschäftsstelle. Mit fünf Personen im Konferenzraum und vier Zuschaltungen aus Algerien, Österreich und Südbayern prüften wir die moderne Arbeitswelt mit der Konzeptarbeit auf Herz und Nieren. Teils in Kleingruppen und teils gemeinsam überlegten wir, welche Anforderungen wir an das neue Konzept stellen wollen. Es ging darum, das Konzept insgesamt zu verschlanken, neue Inhalte zu ergänzen, bestehende noch konkreter zu fassen und dabei stets die Zielgruppe der Teamenden im Fokus zu behalten.   

Am Sonntagmittag blickten wir auf ein produktives und erfolgreiches Arbeitstreffen zurück. Ein roter Faden zum neuen Aufbau des Konzepts ist entwickelt. Dieser soll durch das gesamte Dokument leiten und in einer sinnvollen Struktur die alten mit den neuen Inhalten verknüpfen und die Hintergrundinformationen mit den Simulationen, Theoriemodellen und Pointmakern verbinden.  

Nun beginnt die Fleißarbeit: In zahlreichen Häppchen aktualisieren wir die Texte. Regelmäßige Videocalls sollen uns helfen zu sehen, wie weit wir gekommen sind, wo es stockt und wer wen unterstützen kann. Wir freuen uns auf Feedback und Überarbeitungsschleifen von Menschen aus unserem Netzwerk, die mit ihrer Fachexpertise unsere Arbeit abrunden. Wahrscheinlich wird es in der zweiten Jahreshälfte ein weiteres hybrides Treffen geben. Wir sind gespannt darauf, welchen Stand die Überarbeitung dann haben wird, wer alles persönlich dabei sein kann und wer sich auf der Ferne hinzuschaltet. Gewiss ist eines: Die Sache mit dem hybriden Arbeiten wird auch zukünftig wunderbar funktionieren. 

7. Juni 2023
https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png 0 0 Colored Glasses https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Colored Glasses2023-06-07 19:11:122023-06-07 19:13:00Arbeitstreffen zum Konzept 8.0: Ein frischer Anstrich für unser Manual 
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Das Colored-Glasses-Alphabet

Was bewegt uns? Wofür stehen wir? Welche Themen treiben uns an? Wir nehmen euch mit durch unser Colored-Glasses-Alphabet, durch das ihr uns im letzten Jahr auch auf unserem Instagram-Account begleiten konntet.

A wie Antisemitismus: Wir stehen ein gegen Antisemitismus! Die International Holocaust Remembrance Alliance definiert Antisemitismus als „eine bestimmte Wahrnehmung von Juden, die sich als Hass gegenüber Juden ausdrücken kann. Der Antisemitismus richtet sich in Wort und Tat gegen jüdische oder nicht-jüdische Einzelpersonen und/ oder deren Eigentum, sowie gegen jüdische Gemeindeinstitutionen oder religiöse Einrichtungen.“ Leider steigt die Anzahl antisemitischer Straftaten seit Jahren – für uns ein Grund mehr, sich weiterhin dagegen einzusetzen!

B wie Brillen: Bunte Brillen – das bedeutet unserer Name. Alle Menschen haben eine unsichtbare Brille auf. Die Farbe der Gläser ist durch ihre Perspektiven, Erfahrungen und Werte bestimmt. Wir bei Colored Glasses versuchen, in unseren Workshops einen neuen Blickwinkel einzunehemen, sodass wir am Ende mit noch bunteren Brillengläsern nach Hause gehen.

C wie Critical Whiteness: „Critical Whiteness“, die „kritische Weißseinsforschung“, versteht Rassismus als gesellschaftliche Struktur und beschreibt „Weißsein“ als häufig unerkanntes Privileg. Es beschreibt einen wissenschaftlichen sowie einen politischen Ansatz, der das Ziel verfolgt, die Figur des Weißen seiner zentralen, normstiftenden Position entheben und zu fragen: Inwiefern stellt Weißsein als unsichtbarer Maßstab das Nicht-Weiße als Abweichung und minderwertige Abstufung dar? (Quellen: Tagesspiegel, Deutschlandfunk)

D wie Diskriminierung: Eine Diskriminierung im rechtlichen Sinne ist jede ungerechtfertigte Ungleichbehandlung aufgrund von „Rasse“, ethnischer Herkunft, Geschlecht, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Orientierung.⁠ (Quelle: Die Beauftragten der Bundesregierung für Migration, Flüchtlinge und Integration)

E wie Eurozentrismus: Eurozentrismus geht – wie der Name schon vermuten lässt – von Europa als Norm aus. Damit legt es die kulturellen, politischen und gesellschaftlichen Systeme aller neoeuropäischen Staaten als Maßstab fest, der nicht hinterfragt wird. „Neoeuropäische“ Staaten umfassen nicht nur das geografische Europa, sondern schließen auch Nordamerika, Südafrika und Australien ein. Uns bei Colored Glasses ist es wichtig, dafür zu sensibilisieren, dass sich diese Perspektive zwar einerseits auf die Farbe unserer Brillengläser auswirkt (siehe Buchstabe „B“), aber wir unbedingt weitere Farben ergänzen möchten und müssen, um unreflektiertem Eurozentrismus entgegenzuwirken und einander mit bunteren Brillen begegnen zu können. (Quelle: Spektrum; Mehr interessante Informationen hier.)

F wie Flucht: „Flucht ist das Ausweichen vor einer lebensbedrohenden Zwangslage aufgrund von Gewalt.“ (Bundeszentrale für politische Bildung, 2017) Bedauerlicherweise betrifft uns dieses Thema derzeit unmittelbar durch den Krieg in der Ukraine, der viele Menschen dazu zwingt, ihre Heimat zu verlassen. Das gesamte Statement von Colored Glasses hierzu findet ihr hier auf unserem Blog). Doch unabhängig davon meldete der UN-Hochkommissar bereits Mitte letzten Jahres, dass weltweit noch nie mehr Menschen auf der Flucht waren. Umso wichtiger ist die Förderung einer vielfaltsbewussten und diskriminierungssensiblen Welt – einerseits, um Fluchtursachen zu bekämpfen; andererseits, um aus ihren Heimatländern vertriebene Menschen in der Gesellschaft aufzunehmen und zu intergrieren. (Quellen: Bundeszentrale für politische Bildung, Tagesschau)

G wie Gleichberechtigung: Menschen sind nicht gleich, aber gleichwertig! Wir bei Colored Glasses setzen uns für eine vielfaltsbewusste und bunte Welt ein, in der keineswegs erwartet wird, einer bestimmten Norm zu entsprechen. Dennoch sollten für alle – ganz egal, wie unterschiedlich wir auch sind und sein sollten können – die gleichen Rechte gelten! Dieses Menschrecht ist ein wichtiger Grundsatz jeder demokratischen Gesellschaft, dessen uneingeschränkte Umsetzung uns am Herzen liegt.

H wie Hass: „Verbrechen, die durch Intoleranz gegen bestimmte Gruppen in der Gesellschaft motiviert sind, werden als „hate crimes“ (siehe auch Hasskriminalität bzw. vorurteilsbedingte Straftaten) beschrieben. Solche Verbrechen haben das Potential, Gesellschaften zu spalten sowie Zyklen von Gewalt und Gegengewalt auszulösen.“ (OSZE – Büro für demokratische Institutionen und Menschenrechte, 2011). Es ist essentiell, sich bewusst zu machen, dass „hate crimes nicht in einem Vakuum begangen [werden]; sie sind eine gewalttätige Manifestierung von Vorurteilen.“ (ebd.) Ein Grund mehr, sich aktiv gegen Vorteile und Diskreminierung einzusetzen!

I wie interkulterelle Kommunikation: Von interkultureller Kommunikation spricht man, wenn zwei oder mehr Personen verbal oder nonverbal interagieren, die unterschiedlichen Kulturen angehören, was in unserer globalisierten Gesellschaft häufig der Fall ist. „Viele Menschen, die sich als international erfahren, offen und flexibel einschätzen, glauben, jederzeit [effektiv und angemessen mit Menschen aus unterschiedlichen Kulturen kommunizieren zu können], erleben aber in den tatsächlichen interkulturellen Begegnungssituationen, dass dies viel schwieriger ist, als erwartet.“ (Quelle: LMU München) Aus diesem Grund ist es wichtig, sich für kulturelle Unterschiede zu sensibilisieren, um langfristig tatsächlich besser interkulturell zu kommunizieren.

J wie Jugendarbeit: Colored Glasses ist ein Angebot von jungen Leuten für junge Leute, das sich für mehr Toleranz und ein friedliches Zusammenleben im Alltag einsetzt. Mit unseren Workshops wollen wir insbesondere junge Mitmenschen dazu bewegen, sich aktiv mit den Werten unserer Gesellschaft zu beschäftigen und den Wunsch wecken, die Welt aktiv mitzugestalten.

K wie Kultur: Unsere Welt ist kunterbunt: Wir begegnen in unserem Leben vielen verschiedenen Menschen. Menschen, die anders aussehen, die eine andere Sprache sprechen, die an andere Dinge glauben. All diese Dinge sind Teil ihrer jeweiligen „Kultur“. „Kulturen können sich in vielerlei Hinsicht unterscheiden: Von den Traditionen und Bräuchen, von der Denkweise über die Musik bis hin zu regionalen Spezialitäten der Küche – was Menschen innerhalb einer Gruppe verbindet, kann sie von anderen Gruppen abgrenzen.“ (Quelle: Demkoratiewebstatt) Wir wollen allen Teilnehmenden der Workshops und uns selber dabei helfen, die Unterschiede zu verstehen, zu wertschätzen und einen vorurteilsfreien Umgang zu üben.

L wie LGBTQIA+: Wir sprechen uns gegen jegliche Form von Diskriminierung (siehe Buchstabe D) und für Vielfalt und Toleranz aus! „LGBTQIA+“ ist eine Abkürzung der Wörter Lesbian, Gay, Bisexual, Transsexual/Transgender, Queer, Intersexual und Asexual und wir wollen es zelebrieren, in einer bunten Welt zu leben und zu lieben! (Quellen: Spiegel, ZDF)

M wie Mobbing/Cybermobbing: „Der Begriff Mobbing stammt aus dem Englischen und bedeutet anpöbeln/fertigmachen. In der Wissenschaft wird Mobbing als systematischer und wiederholter Angriff auf die psychische oder physische Integrität verstanden, mit dem Ziel, den Betroffenen auszugrenzen und zu isolieren.“ (www.schulische-gewaltpraevention.de) „Auch Kommunikationsplattformen wie WhatsApp, Instagram, Snapchat etc. werden heutzutage immer häufiger nicht nur zum sozialen Austausch mit Freund*innen genutzt, sondern auch zur Demütigung eingesetzt.“ (www.zeichen-gegen-mobbing.de) Solche Angriffe, die umso stärker in die Privatsphäre der Betroffenen eingreifen, werden Cybermobbing genannt. Wir wollen ein Zeichen gegen jegliche Form von Ausgrenzung von Individuen und Gruppen setzen und hoffen, durch unseren Einsatz für Vielfalt, Toleranz und Perspektivenwechsel ebenso aktiv Mobbing entgegenzuwirken!

N wie non-formale Bildung: Auch wenn wir „Lernen“ oftmals mit „Schule“ (formale Bildung) verbinden, findet tatsächlich ein Großteil des Lernens außerschulisch oder auch non-formal statt, z.B. in Vereinen, Bildungs- und Jugendzentren oder im Freundes- und Familienkreis. Dadurch kann das Lernen viel flexibler gestaltet werden – unterschiedliche Lernorte, -methoden und -themen, die über den klassischen Rahmenlehrplan hinausgehen, ermöglichen vielfältige neue Erfahrungen! Das mit den Workshopteilnehmenden zusammen zu erleben, macht unseren Workshopleiter:innen jedes Mal viel Freude. Quelle: BNE)

O wie Online-Workshops: Seit Corona beschäftigt es uns sehr, wie wir so schnell wie möglich weiter junge Menschen erreichen können, auch ohne, dass wir persönlich präsent sind. Nicht nur, um auf pandemiebedingte Einschränkungen vorbereitet zu sein: Online Workshops sind eine riesige Chance für Colored Glasses, um 1. auch endlegende Gegenden zu erreichen und 2. zukünftig kleinere Gruppen oder Einzelpersonen die Teilnahme an regional übergreifenden Workshops zu ermöglichen. (Mehr Infos hier.)

P wie Peer-to-Peer: Unsere Workshops sind von Schüler:innen für Schüler:innen – wir verfolgen also einen sogenannten Peer-to-Peer-Ansatz. Von dieser Bildung „auf Augenhöhe“ erhoffen wir uns, in kurzer Zeit eine Verbindung zu den Teilnehmenden aufbauen zu können, um in den Workshops umso mehr Spaß (am gemeinsamen Lernen) zu haben!

Q wie Queerfeindlichkeit: Queerfeindlichkeit richet sich gegen alle sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten, die nicht der heteronormativen oder cis-geschlechtlichen Norm entsprechen. Das lehnen wir – wie auch alle anderen Formen von Diskriminierung (siehe Buchstabe D) – entschieden ab! Stattdessen wollen wir es zelebrieren, in einer bunten Welt zu leben! Leider nimmt „der Druck durch homo- und transfeindliche Gruppierungen zu und queere Menschen seien oft Opfer von Hass und Gewalt“, weshalb es umso wichtiger ist, ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung zu setzen (siehe Buchstabe L)! (Quellen: Spiegel, Vielfalt.Mediathek)

R wie Rassismus: „Rassismus ist eine Art von Diskriminierung. Durch Rassismus werden Menschen zum Beispiel wegen ihrer Herkunft, ihrer Hautfarbe, ihrer Haare, ihres Namens oder ihrer Sprache diskriminiert, ausgegrenzt und abgewertet.“ (Bundeszentrale für politische Bildung) Alltäglich machen Menschen rassistische Erfahrungen: von subtiler Diskriminierung im Alltag bis hin zu rassistisch motivierten Gewalttaten. Was jede:r Einzelne von uns tun kann und sollte, ist sich selbst zu hinterfragen – denn kaum jemand ist frei von Vorurteilen. Sich mit diesen auseinanderzusetzen, ist ein zentrales Ziel der Colored Glasses Workshops!

S wie Stereotype: Stereotype sind – wie auch Vorurteile – „geistige Schubladen“, mithilfe derer wir die Komplexität unserer Umwelt vereinfachen. Wir müssen uns jedoch bewusst sein, dass diese Art der Verallgemeinerung große Gefahren birgt und unter anderem eine wichtige Basis für Rassismus darstellt, indem wir Personen auf einzelne Merkmale wie ihre Hautfarbe reduzieren. Umso wichtiger ist es, sich für den Einfluss von Stereotypen auf das eigene Denken und Handeln zu sensibilisieren – z.B. im Rahmen eines Colored-Glasses-Workshops. (Quelle: Bundeszentrale für politische Bildung)

T wie Toleranz: Ziel einer aktiven Auseinandersetzung mit Stereotypen, Vorturteilen und unterschiedlichen Selbstkonzepten im Rahmen von Colored Glasses Workshops ist die Förderung eines interkulturellen Verständnisses und stärkerer Toleranz, indem anderen Lebens- und Sichtweisen mit Respekt begegnet wird. Nur so können wir die Vielfalt unserer Gesellschaft erhalten und ein friedliches Miteinander unterstützen.

U wie Utopie: Utopie bezeichnet „auf die Zukunft gerichtete politische und soziale Vorstellungen, die Wunschbilder einer idealen Ordnung oder fortschrittlichen menschlichen Gemeinschaft zeichnen“ (Bundeszentrale für politische Bildung). Häufig werden utopische Ideen als Träumerei abgetan, als nicht realisitisch oder umsetzbar. Doch uns sollte bewusst sein, dass sie für gesellschaftlichen Fortschritt zentral sind. In einer Welt und Zeit, die von Krisen geprägt ist, muss utopisches Denken nicht nur erlaubt, sondern auch gefördert werden, um Veränderungen zu ermöglichen. Unsere Utopie besteht dabei in erster Linie in dem Wunsch eines gleichberechtigten, diskriminierungsfreien Miteinanders aller Menschen und dafür setzen wir uns ein.

V wie Vorurteile: „Vorurteile sind stabile negative Einstellungen gegenüber einer anderen Gruppe bzw. einem Individuum, weil es zu dieser Gruppe gerechnet wird.“ (Bundeszentrale für politische Bildung) Wir neigen zu derartigen Verallgemeinerungen, um schneller Situationen einschätzen zu können und uns in unseren komplexen Welt einen Überblick zu verschaffen. Wenn wir uns allerdings 1) unserer Vorurteile nicht bewusst sind und diese 2) unser Handeln bestimmen, ist das gefährlich, denn das bildet die Basis für Diskriminierung! Umso wichtiger ist es, sich für den Einfluss von Vorturteilen auf das eigene Denken und Handeln zu sensibilisieren – z.B. im Rahmen eines Colored-Glasses-Workshops.

W wie Wertschätzung: „Wertschätzung bedeutet An­er­kennung, Achtung und Wür­di­gung ei­nes Men­schen in des­sen in­dividuel­ler Eigen­art. Wertschätzung drückt sich in Re­spekt gegenü­ber ei­nem Men­schen aus.“ (Selfapy) Daher ist es uns in unseren Workshops wichtig, einen wertschätzenden Umgang miteinander zu fördern. Sowohl auf individueller Ebene als auch auf gesellschaftlicher Ebene wollen wir so einen konstruktiven Umgang mit Meinungsverschiedenheiten, den Abbau von Vorurteilen sowie die Bereitschaft zur Kommunikation auf Augenhöhe unterstützen.

X wie Xenophobie: „Im politischen Bereich wird Xenophobie heute häufig als „Fremdenfeindlichkeit“ übersetzt, wobei damit vor allem ablehnende Einstellungen gegenüber Ausländern und Menschen mit Migrationshintergrund gemeint sind. In diesem Sinn wird Fremdenfeindlichkeit als fester Bestandteil von nationalistischen, rechtsextremistischen und rechtspopulistischen Anschauungen definiert.“ (Brandenburgische Zentrale für politische Bildung) Xenophobie bildet aber nicht nur den Nährboden für Ausgrenzung, Diskriminierung (Buchstabe D) und im schlimmsten Fall Hasskriminalität (Buchstabe H), sondern verhindert auch interkulturelle Kommunikation und die Chance, „buntere Brillen“ (Buchstabe B) zu tragen – es gibt also viele Gründe, sich für Vielfalt und gegen Xenophobie einzusetzen!

Y wie YFU: Wir sind ein Teil der Organisation Youth for Understanding (kurz YFU). Wir stehen gemeinsam für Verständigung, Austausch, gegen Diskriminierung und gegen Rassismus. Als Bildungsangebot von YFU bringen wir die internationalen Austauscherfahrungen ins Klassenzimmer.

Z wie Zusammenhalt: Wir sind am Ende unseres Colored-Glasses-Alphabets angekommen, haben Euch gezeigt, wofür wir uns stark machen und wogegen wir uns einsetzen. Auf unserem gemeinsamen Weg bei Colored Glasses halten wir stets zusammen – der Wunsch nach einer vielfältigen, bunten und vorurteilsfreien Welt verbindet uns. Lasst uns alle gemeinsam zusammenhalten, um Diskriminierung jeglicher Art keine Chance zu geben!

8. Januar 2023
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:1440/h:1080/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2023/01/brett-jordan-qAoV3aL6g6g-unsplash-scaled.jpg 1920 2560 Colored Glasses https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Colored Glasses2023-01-08 09:50:402023-01-08 12:56:34Das Colored-Glasses-Alphabet
Aktiv mitwirken, Allgemein, An Workshop teilnehmen, Erfolge, Infos für Lehrende, Toleranz verschenken

Colored Glasses Jahresbericht 2021

Jahresbericht 2021

Es ist soweit: Der Colored Glasses Jahresbericht 2021 ist erschienen!

Gemeinsam blicken wir zurück auf ein Jahr, das vor allem in einer Hinsicht ein ganz besonderes war: Colored Glasses ist 20 Jahre alt geworden. Diesen runden Geburtstag haben wir auf allen Ebenen und Plattformen gebührend gefeiert – ob auf dem digitalen Wintertreffen am Jahresanfang, dem Sommerfest oder einer internationalen Jubiläumsfeier.

Weitere wichtige Ereignisse und Projekte, die uns in 2021 begleitet haben, waren unser Startsocial-Beratungsstipendium, unsere Teilnahme am Crowdfunding-Contest „MITWIRKEN“, unsere digitale Reise „einmal um die Welt“ und gemeinsame Teamer*innen-Schulungen mit YFU Türkei. Besonders gefreut haben wir uns außerdem darüber, dass erste Workshops wieder in Präsenz stattfinden konnten.

Ein Riesendank an alle, die Colored Glasses in 2021 begleitet haben und durch ihre Unterstützung und ihr Engagement auch in Zeiten der Pandemie zu mehr Toleranz und einer bunten Gesellschaft beitragen. Ihr seid großartig!

Den Jahresbericht könnt hier herunterladen:

Colored Glasses Jahresbericht 2021Herunterladen

23. Oktober 2022
https://mlthlrn2jwml.i.optimole.com/w:768/h:1080/q:mauto/ig:avif/https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2022/10/Jahresbericht_2021.png 1090 776 Colored Glasses https://coloredglasses.de/wp-content/uploads/2020/05/CG_Logo_landscape_cmyk.png Colored Glasses2022-10-23 20:18:362023-01-08 01:51:55Colored Glasses Jahresbericht 2021
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