Nachdem es so viel negative Presse über die Stadt Chemnitz im vergangenen Jahr gab, wollten wir mit Colored Glasses ein Zeichen setzen und zeigen, dass Chemnitz mehr kann. Deshalb luden Ludwig, Bara und ich zu einer Colored Glasses Schulung nach Chemnitz Anfang April 2019 ein.

Die Rückmeldungen waren großartig und so konnten wir 15 Multiplikator*innen in Chemnitz begrüßen. In der Vorbereitung der Schulung haben wir gemerkt, dass man gemeinsam immer stärker ist. Wir freuen uns deshalb sehr darüber drei tolle Kooperationspartner*innen gefunden zu haben. Besonders lobenswert ist die Zusammenarbeit mit dem inklusiv ausgerichteten Bürgerhaus am Rosenhof – das ALL IN – zu erwähnen. Mitten in der Innenstadt hatten wir ein hervorragendes Ambiente und neugierige Passanten konnten uns bei unserer Arbeit beobachten. Die Doris Wuppermann Stiftung hat die Kosten für die Schulung übernommen. Wir sind sehr dankbar über diese Unterstützung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Zu guter Letzt möchten wir die Kooperation mit der studentischen Initiative kulturcampus hervorheben. Die Initiative führt interkulturelle Trainings für Studierende an der TU Chemnitz durch. In Zukunft werden wir gemeinsam Workshops an Schulen in der Region durchführen, um aktiv Präventionsarbeit gegen Extremismus zu leisten. Somit haben wir genügende Woman- und Man-Power!

Frühlingserwachen, so wie die Kirschblüten nach einem langen Winter Schönheit ans Licht bringen, so wollen wir gemeinsam Bildungsarbeit dort leisten, wo sie gebraucht wird. Jeder kann etwas tun. Informiert euch und setzt euch ein. Danke für dieses tolle Wochenende und die Motivation die jeder von euch hat mit einfließen lassen.

PS: Eine komplette Story zu dieser Schulung findet ihr auf Instagram: @coloredglasses_yfu https://www.instagram.com/coloredglasses_yfu/ und unter dem Hashtag #buntsein, #coloredglasses

Danke Chemnitz

Das Bildungsangebot Colored Glasses wurde mit dem Titel: Engagement des Monats im April 2019 von der Stiftung für Ehrenamt und bürgerschaftliches Engagement in Mecklenburg-Vorpommern ausgezeichnet. Diese Auszeichnung bedeutet eine gesteigerte Aufmerksamkeit für das Projekt in der Region einher. So wird Colored Glasses in dem Stiftungsnewsletter regionalen Institutionen, Politikern und Multiplikator*innen vorgestellt. Weiterhin wird Colored Glasses einen Monat lang auf der Startseite an erster Stelle hervorgehoben.

Wir freuen uns sehr über diese Würdigung unseres Engagements und bedanken uns herzlich!

Hier geht es zur Stiftungsseite. https://www.ehrenamtsstiftung-mv.de/engagement/engagement-des-monats/

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder die Förderung von Demokratie Leben im Eichsfeld erhalten haben. Das Projekt „Building Bridges“ baut auf den Projekten „Interkulturelles Training“ (2015/16), „Interkulturelles Theater“ (2016), „Integrationslotzen“ (2017) und dem „Toleranz-Botschafter*innen“ (2018) auf und kann auf zahlreiche Erfolge, wie dem Thüringer Demokratiepreis 2018, zurückgreifen. Bisher konnten im Eichsfeld ca. 1000 Schüler*innen aller Schulformen von den Maßnahmen profitieren und das Interesse steigt zunehmend. Bereits jetzt haben wir Anfragen und Schulen auf der Warteliste.

Konkrete Maßnahmen

  • 8 Demokratie- und Toleranzworkshops für Schulklassen
  • 2 Interkulturelle Trainings für Multiplikator*innen in der Pädagogik (Trainerin: Sara Klingebiel)
  • 1 Colored Glasses Schulung für Teamer*innen

Gemeinsam wollen wir Brücken bauen und ein Zeichen des Friedens setzen. Ihr wollt euch in dem Projekt engagieren? Dann schreibt uns unter coloredglasses@yfu.de.

Folgt #buildingbridges

Gefördert von:

Demokratie leben, Denk Bunt, Partnerschaft für Demokratie in Eichsfeld, Bundesministerium für Famiele, Senioren, Frauen und Jugend, Ministerium für Bildung Jugend und Sport dxes Freistaates Thüringen,

Ausstellungseröffnung erfolgreich. Am Freitag, den 01.März 2019 wurde die Ausstellung „Her Paint Depicted and Quoted“ von Tahora Husaini im Rahmen eines Colored Glasses Workshops in Chemnitz eröffnet. Das Thema der Ausstellung ist Diskriminierung von Frauen mit Migrationshintergrund. Insgesamt kamen 20 junge Menschen zusammen, um über die Auswirkungen von Diskriminierung in unsere Gesellschaft zu sprechen und Lösungen für den Alltag zu finden.

Im letzten Jahr fand ein Schüleraustausch zwischen der Schule Talitha Kumi aus Beit Jala in Palästina und den beiden weiterführenden Schulen in Finkenwerder (Gymnasium und Stadtteilschule) statt.

Zu der reichhaltigen interkulturellen Erfahrung des Austausches fand eine mehrmonatige Projektarbeit zum Thema bridge over troubled water statt. Die SchülerInnen aus beiden Ländern engagierten sich bei der Erarbeitung dieses vielschichtigen Themas. Unter anderem nahmen sie auch an 3 Colored Glasses Workshops teil, in denen das Thema Kultur und kulturelle Unterschiede besprochen wurde, sowie das Thema Stereotype/ Vorurteile.

Wir sind sehr froh darüber an einem so tollen Projekt beteiligt gewesen zu sein. Mehr Informationen zum Austausch findet ihr hier. ( http://www.gymfi.de/wp/2018/11/verfestigung-der-bruecken-das-geschichtsprofil-in-palaestina/ )

 

Wie steht es um uns?

Laut dem aktuellen Sachsenmonitor von 2018 gibt jeder Fünfte (21%) an, dass sein persönliches Wohnumfeld in einem gefährlichen Maß durch zu viele Ausländer überfremdet sei.  Die Studie Fragile Mitte der Uni Bremen konnte aufzeigen, dass rassistische Einstellungen mit dem Alter in Deutschland zunehmen und das das Ablegen von verfestigten Haltungen deutlich schwerer ist, als im jungen Alter.

Diese Ergebnisse zeigen uns deutlich, dass der Handlungsbedarf in unserer Gesellschaft gestiegen ist. Mit unseren Toleranzworkshops leistet Colored Glasses einen wichtigen Beitrag zur Präventionsarbeit. Damit diese Arbeit auch geleistet werden kann, ist jeder Mithilfe willkommen.

Egal ob ihr Zeit investiert, um Workshops durchzuführen, Kontakte herstellt, euer Wissen und Können als wertvolle Ressource zur Verfügung stellt oder spendet. Jeder Beitrag hilft und ist willkommen.

Fragt nicht wann: Jetzt ist die Zeit um aktiv zu werden.

Keine Zeit? Unterstütz Colored Glasses und spende jetzt.

 

Sachsen Monitor 2018:

https://www.staatsregierung.sachsen.de/sachsen-monitor-2018-5616.html?_cp=%7B%22accordion-content-5620%22%3A%7B%2210%22%3Atrue%7D%2C%22previousOpen%22%3A%7B%22group%22%3A%22accordion-content-5620%22%2C%22idx%22%3A10%7D%7D

Studie „Fragile Mitte“, Uni Bremen 2014

https://www.uni-bremen.de/fileadmin/user_upload/sites/ade/Fragile_Mitte_Feindselige_Zustaende.pdf

 

Colored Glasses engagiert sich seit vielen Jahren bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus und führt Veranstaltungen und Toleranzworkshops durch. Im vergangenen Jahr konnten wir bei der Gelegenheit 5 neue Ehrenamtliche für Colored Glasses begeistern.

Wir danken allen, die sich jeden Tag gegen Rassismus in jeder Form einsetzen und feiern gemeinsam mit euch diese Woche!

Dieses Jahr wird eine Schulung für Toleranzbotschafter*innen durch Colored Glasses in Chemnitz stattfinden. Du willst teilnehmen oder kennst möchtest es weiterempfehlen? Bewerbungen laufen über die offizielle Website der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus.

Mehr dazu hier https://stiftung-gegen-rassismus.de/events/toerlanz-botschafterinnen-ausbildung

Unser Dreamteam! Jerker, Milen und Sara

Und auch auf Schulungen: zwischendurch immer wieder ein Energizer!

Ein Wochenende, um sich mit Toleranz, Demokratie und Vorurteilen auseinander zu setzen und Methoden zu lernen, um als Toleranzbotschafter*in Workshops geben zu können – das gab es bei Colored Glasses im September in Heilbad-Heiligenstadt. Das Ganze wurde organisiert von Sara Klingebiel, die zusammen mit Jerker die Schulung leiten und durchführen wird.

Ein Rückblick:

Am Freitagnachmittag den 14. September trudeln wir alle zu unterschiedlichen Zeiten in Sara’s Elternhaus ein, dass uns netterweise zur Verfügung gestellt wird. Der Plan ist es, uns beim Tee und Kaffee trinken und gemeinsamen Pizza essen am Abend besser kennenzulernen. Nach einem lustigen Zusammensein und spannenden Unterhaltungen auf sowohl deutsch und englisch, denn Michaela ist extra für die Schulung aus Italien angereist, werden wir auf verschiedene Gastfamilien in und um Heilbad-Heiligenstadt verteilt. Dort sind wir das Wochenende über Nacht untergebracht.

Am nächsten morgen geht es früh los, denn wir haben viel vor. Zuerst wird allerdings ausgiebig auf thüringerische Art und Weise gefrühstückt – mit Mett und Schmand. Danach sollen wir uns zunächst selbst in die Rolle eines Schülers versetzen und simulieren mit sehr viel Spaß ein Spiel. Nach einer gemeinsamen Reflektion, sprechen wir darüber was einen guten Teamer ausmacht und nach welchem Schema sowie mit welchen Tricks man das Thema Toleranz näher an die Teilnehmer der Workshops bringen kann. Nach dem Mittagessen dürfen wir in zweier Gruppen unseren ersten eigenen Workshop planen. Die Ergebnisse sollen am nächsten Tag zusammengetragen werden. Den Abend lassen wir mit einem Spaziergang durch Heilbad-Heiligenstadt ausklingen, mit einer persönlichen Führung von Sara.

Sonntag beginnt mit der Vorstellung der Ergebnisse des Vortages. In zwei Gruppen aufgeteilt, simulieren wir die von uns geplanten Workshops und kriegen so einen kleinen Eindruck, wie es sich anfühlt, selbst vor einer Klasse zu stehen. Anschließend werden die Workshops zusammen reflektiert und Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freuen uns nun auf unseren ersten „richtigen“ Workshop. Was wir alle mitgenommen haben ist, dass es nicht darum geht, die Meinung jedes einzelnen verändern zu müssen, sondern es schon ein Erfolg ist, wenn wir auch nur eine Person zum Nachdenken angeregt haben. Viel zu schnell ist das Wochenende vorbei und die Wege trennen sich vorübergehend am Bahnhof Heilbad-Heiligenstadt.

Farbenfrohes Graffiti

Es ist Freitag und gemeinsam machen wir uns auf nach Ershausen in Thüringen, um einen Workshop in der 7. Klasse zum Thema Stereotype/Vorurteile durchzuführen. Wir spielen das Spiel „Labels“, bei dem Schüler*innen eine Eigenschaften zugewiesen bekommen und nur danach behandelt werden, ohne zu wissen, um welche Eigenschaft es sich dabei handelt. Schnell wird klar, dass das eine sehr unangenehme Situation ist. „Ich fand es komisch eine ganz andere Rolle als sonst zu haben. Ich wurde gar nicht ernst genommen.“ Für Marie bedeutet das nach dem Workshop, dass sie nun erst mal Menschen kennen lernen möchte, bevor sie sie in eine Schublade packt. „Ich möchte ja auch nicht so behandelt werden.“ Auch nach der Stunde im Gespräch mit den zwei engagierten und netten Lehrer*innen wird deutlich, wie wichtig es ist sich mit dem Thema Stereotype und Vorurteile auseinander zu setzen. Auf Colored Glasses aufmerksam geworden sind die beiden über eine Kollegin aus einer benachbarten Schule, die ebenfalls bereits Colored Glasses bei sich an der Schule hatte. Nach einem so erfolgreichen Workshop machen wir uns hoch motiviert weiter und hoffen, dass unsere Teilnehmenden noch lange an den Workshop zurück denken werden.

Sara und Mareike

Mein Name ist Lina und ich mache gerade ein Praktikum bei YFU Deutschland.
Heute Vormittag war ich mit zwei Freiwilligen in einer 7. Klasse, wo wir einen Colored Glasses Workshop durchgeführt haben. Für mich war es der erste Workshop, deshalb wusste ich nicht ganz, was wir machen würden und wie das ganze ablaufen würde. Die Klasse war am Anfang sehr chaotisch und laut, aber nach einer kurzen Zeit, als sie verstanden, worüber wir sprechen würden, sind sie sehr ruhig geworden und haben sich gut an der Diskussion über Flucht und Vorurteile beteiligt.
Ich denke, dass die Klasse heute ein Stückchen mehr zusammen gewachsen ist. Sie wurde erst zu diesem Schuljahr neu zusammen gemischt. Die Leute kannten sich also noch gar nicht so gut. Viele haben aber eigene Erfahrungen geteilt, die dann auch in der ganzen Gruppe diskutiert wurden. Dadurch hat sich die Gruppe besser zusammen gefunden. Außerdem haben die Schüler sich mit so wichtigen Themen wir Flucht und Vorurteile auseinandergesetzt und sich damit sensibilisiert.
Ich fand es sehr interessant, zuzugucken, wie ein Workshop abläuft und bin mir sehr sicher, dass ich im nächsten Colored Glasses Seminar teilnehmen werde, um auch Workshops geben zu können und die Welt dadurch ein Stückchen mehr toleranter zu machen.