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Im Land der Nuto herrscht die Königin weise und gut. Sie hat Sinn für das Gute und Schöne und möchte gemeinsam mit den Menschen in ihrem Land eine stielvolle Brücke bauen. Doch die Erfahrung und Kompetenz fehlt ihr. Deshalb lädt sie sich ein Team von erfahrenen Architekten ein, um gemeinsam eine Brücke zu bauen…

Dies ist keinesfalls der Beginn eines Märchens, sondern der Einstieg in eine Simulation, die vermittelt, wie es sich anfühlt, wenn kulturelle Unterschiede aufeinanderstoßen. Schon bei der Begrüßung kommt es zu Missverständnissen und Irritationen. Den Architekten ist ein effektives und schnelles voran kommen sehr wichtig, wohingegen den Nutos ein freundliches und offenes Miteinander sehr wichtig ist. Vor allem aber ist ihnen der Respekt gegenüber den Traditionen und den Regeln sehr wichtig. Und so nimmt die Simulation ihren Lauf und ein Missverständnis jagt das Nächste. Es vergehen weitere 45 Minuten und auf einmal Platz der Knoten und eine Brücke ist gebaut, die sich sehen lässt. Durch Beobachtung, Kommunikation, Kompromisse und einem toleranten Miteinander konnte das Ziel gemeinsam erreicht werden.

Am Wochenende trafen sich 15 Schüler*innen aus dem Eichsfeld in der Villa Lampe, um sich zu Toleranzbotschafter*innen ausbilden zu lassen. Mithilfe von interaktiven und erfahrungsorientierten Methoden lernen die Jugendlichen mehr über die Themen Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung. Die Ausbildung befähigt die Teilnehmende eigenständig Toleranzworkshops nach dem Konzept von Colored Glasses in Schulklassen durchzuführen. Geleitet wurde die Schulung von Sara Klingebiel und Merle Doerwald die ehrenamtlich für das Bildungsangebot von YFU aktiv sind.

Die Colored Glasses Toleranzbotschafter*innen Schulung ist ein Teil des Projekts Building Bridges- Demokratie stärken im Eichsfeld, welches in Kooperation mit der Ko-ra-le e.V. und YFU organisiert wird. Das Projekt ist durch das Bundesprogramm Demokratie Leben“ im Eichsfeld gefördert und baut auf den erfolgreichen Projekten „Interkulturelles Training“ (2015/16), „Interkulturelles Theater“ (2016), „Integrationslotsen“ (2017) und dem „Toleranz-Botschafter*innen“ (2018) auf. Im vergangenen Jahr gewann das Projekt sogar den Thüringer Demokratiepreis

Wir sagen Danke für so viel Engagement und freuen uns auf weitere Toleranzworkshops in den kommenden Wochen. Workshops können für Schulklassen kostenfrei unter dieser Telefonnummer gebucht werden: 040/227002-260.

Folge uns auf Instagram! @coloredglasses_yfu

Wir freuen uns sehr, dass wir auch in diesem Jahr wieder die Förderung von Demokratie Leben im Eichsfeld erhalten haben. Das Projekt „Building Bridges“ baut auf den Projekten „Interkulturelles Training“ (2015/16), „Interkulturelles Theater“ (2016), „Integrationslotzen“ (2017) und dem „Toleranz-Botschafter*innen“ (2018) auf und kann auf zahlreiche Erfolge, wie dem Thüringer Demokratiepreis 2018, zurückgreifen. Bisher konnten im Eichsfeld ca. 1000 Schüler*innen aller Schulformen von den Maßnahmen profitieren und das Interesse steigt zunehmend. Bereits jetzt haben wir Anfragen und Schulen auf der Warteliste.

Konkrete Maßnahmen

  • 8 Demokratie- und Toleranzworkshops für Schulklassen
  • 2 Interkulturelle Trainings für Multiplikator*innen in der Pädagogik (Trainerin: Sara Klingebiel)
  • 1 Colored Glasses Schulung für Teamer*innen

Gemeinsam wollen wir Brücken bauen und ein Zeichen des Friedens setzen. Ihr wollt euch in dem Projekt engagieren? Dann schreibt uns unter coloredglasses@yfu.de.

Folgt #buildingbridges

Gefördert von:

Demokratie leben, Denk Bunt, Partnerschaft für Demokratie in Eichsfeld, Bundesministerium für Famiele, Senioren, Frauen und Jugend, Ministerium für Bildung Jugend und Sport dxes Freistaates Thüringen,

Unser Dreamteam! Jerker, Milen und Sara

Und auch auf Schulungen: zwischendurch immer wieder ein Energizer!

Ein Wochenende, um sich mit Toleranz, Demokratie und Vorurteilen auseinander zu setzen und Methoden zu lernen, um als Toleranzbotschafter*in Workshops geben zu können – das gab es bei Colored Glasses im September in Heilbad-Heiligenstadt. Das Ganze wurde organisiert von Sara Klingebiel, die zusammen mit Jerker die Schulung leiten und durchführen wird.

Ein Rückblick:

Am Freitagnachmittag den 14. September trudeln wir alle zu unterschiedlichen Zeiten in Sara’s Elternhaus ein, dass uns netterweise zur Verfügung gestellt wird. Der Plan ist es, uns beim Tee und Kaffee trinken und gemeinsamen Pizza essen am Abend besser kennenzulernen. Nach einem lustigen Zusammensein und spannenden Unterhaltungen auf sowohl deutsch und englisch, denn Michaela ist extra für die Schulung aus Italien angereist, werden wir auf verschiedene Gastfamilien in und um Heilbad-Heiligenstadt verteilt. Dort sind wir das Wochenende über Nacht untergebracht.

Am nächsten morgen geht es früh los, denn wir haben viel vor. Zuerst wird allerdings ausgiebig auf thüringerische Art und Weise gefrühstückt – mit Mett und Schmand. Danach sollen wir uns zunächst selbst in die Rolle eines Schülers versetzen und simulieren mit sehr viel Spaß ein Spiel. Nach einer gemeinsamen Reflektion, sprechen wir darüber was einen guten Teamer ausmacht und nach welchem Schema sowie mit welchen Tricks man das Thema Toleranz näher an die Teilnehmer der Workshops bringen kann. Nach dem Mittagessen dürfen wir in zweier Gruppen unseren ersten eigenen Workshop planen. Die Ergebnisse sollen am nächsten Tag zusammengetragen werden. Den Abend lassen wir mit einem Spaziergang durch Heilbad-Heiligenstadt ausklingen, mit einer persönlichen Führung von Sara.

Sonntag beginnt mit der Vorstellung der Ergebnisse des Vortages. In zwei Gruppen aufgeteilt, simulieren wir die von uns geplanten Workshops und kriegen so einen kleinen Eindruck, wie es sich anfühlt, selbst vor einer Klasse zu stehen. Anschließend werden die Workshops zusammen reflektiert und Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freuen uns nun auf unseren ersten „richtigen“ Workshop. Was wir alle mitgenommen haben ist, dass es nicht darum geht, die Meinung jedes einzelnen verändern zu müssen, sondern es schon ein Erfolg ist, wenn wir auch nur eine Person zum Nachdenken angeregt haben. Viel zu schnell ist das Wochenende vorbei und die Wege trennen sich vorübergehend am Bahnhof Heilbad-Heiligenstadt.