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Die einfachste Antwort darauf ist “durch die Colored Glasses Schulung!” – Aber  was ist das eigentlich? Und was lernen die Teamer*innen vor ihrem ersten Workshop? 

All diese Fragen wurden letztes Wochenende für sieben motivierte Menschen beantwortet. 

Vom 27.02.2026 bis 01.03.2026 fand wieder eine der regelmäßigen CG-Schulungen statt – dieses Mal in Leipzig. Insgesamt sieben Teilnehmende kamen zusammen, um sich zu neuen Teamer*innen (Workshop-Moderator*innen) ausbilden zu lassen. Die Schulungen finden etwa jedes Vierteljahr statt und bilden die Grundlage dafür, dass auch weiterhin bundesweit Workshops an Schulen angeboten werden können. 

Stärkung des Wir-Gefühls

Nach einer teils holprigen Anreise startete die Gruppe am Freitagabend gemeinsam in die Schulung. Nach dem Abendessen standen zunächst das Vorstellen und Kennenlernen sowie die Besprechung der gemeinsamen Regeln auf dem Programm. Anschließend gab es eine Einführung in Colored Glasses und die Verbindung zu Youth For Understanding (YFU). 

Nach der Einführung wurde der Abend erst mit einer Brausepause, dann einem langen Spieleabend ausklingen gelassen. Der Abend sorgte für neue Bekanntschaften und dafür, dass sich alle schnell wohlfühlten. 

Selbst erleben was einen Workshop ausmacht

Der Samstag startete früh mit einem gemeinsamen Frühstück, bevor es inhaltlich intensiv wurde. In einer Simulation wurden Menschenrechtsverletzungen erfahrbar gemacht – eine Methode, die auch in Schulworkshops eingesetzt wird. Das anschließende Debriefing bot Raum, Gefühle und Gedanken zu reflektieren. So konnten die Teilnehmenden nachempfinden, wie sich Schüler*innen in solchen Workshop-Situationen fühlen und wie wichtig eine sensible Moderation ist. 

Ein weiterer Schwerpunkt lag darauf, wie ein Debriefing angeleitet wird: Welche Fragen regen zum Nachdenken an? Wie können Schüler*innen ermutigt werden, ihre Gedanken zu teilen? Wie gelingt es, Diskussionen erfolgreich zu begleiten? 

Nach dem Mittagessen, frischer Luft und einer Runde Tischtennis ging es weiter mit dem Workshop-Konzept. In Gruppen wurden eigene (hypothetische) Workshops geplant und einzelne Teile direkt ausprobiert. Erste Moderationserfahrungen wurden gesammelt – inklusive Feedback natürlich auch. 

Der Tag ging erneut mit Spielen, Sudoku und vielen guten Gesprächen zu Ende. 

Theorie und Organisation vor einem Workshop 

Am Sonntag machten sich die zukünftigen Teamer*innen mit der Theorie hinter den drei großen Workshop-Themen vertraut: 

  • Menschenrechte & soziale Verantwortung 
  • Identität & Kultur 
  • Stereotype, Vorurteile & Diskriminierung 

Außerdem ging es darum, wie ein Workshop organisatorisch zustande kommt – von der Anfrage bis zur Durchführung und alles Administrative drum herum. 

Nach drei intensiven Tagen voller Austausch und Reflexion ging das Wochenende am Sonntag zu Ende. Mit vielen neuen Eindrücken, großartigen Begegnungen und einer großen Portion Motivation ging es am Sonntag zurück in die Züge und ab nach Hause. 

“Die Colored Glasses Schulung in Leipzig hat mir viele wichtige Impulse sowie Methoden vermittelt, um einen Workshop leiten zu können,” sagt Rebekka, die nun neue Teamerin der Region Nord ist. “Sich zusammen mit Themen wie Diskriminierung und Rassismus auseinanderzusetzen, hat mich bestärkt, dass unser Engagement in Form der Workshops Kinder und Jugendliche bewegen kann und wir einen Teil dazu beitragen können, dass diese Welt ein Stück schöner wird.” 

Die Schulung zeigt: Teamer*in wird man nicht einfach über Nacht – sondern durch gemeinsames Lernen, Ausprobieren und Reflektieren. Hinter jedem Workshop stehen engagierte junge Menschen, die sich intensiv mit relevanten Themen auseinandergesetzt haben und gelernt haben, Diskussionen erfolgreich zu begleiten und zum Weiterdenken anzuregen. Genau das macht Colored Glasses aus – und ist die Grundlage dafür, dass Workshops nicht nur Wissen vermitteln, sondern wirklich etwas bewegen können. 

Im Land der Nuto herrscht die Königin weise und gut. Sie hat Sinn für das Gute und Schöne und möchte gemeinsam mit den Menschen in ihrem Land eine stielvolle Brücke bauen. Doch die Erfahrung und Kompetenz fehlt ihr. Deshalb lädt sie sich ein Team von erfahrenen Architekten ein, um gemeinsam eine Brücke zu bauen…

Dies ist keinesfalls der Beginn eines Märchens, sondern der Einstieg in eine Simulation, die vermittelt, wie es sich anfühlt, wenn kulturelle Unterschiede aufeinanderstoßen. Schon bei der Begrüßung kommt es zu Missverständnissen und Irritationen. Den Architekten ist ein effektives und schnelles voran kommen sehr wichtig, wohingegen den Nutos ein freundliches und offenes Miteinander sehr wichtig ist. Vor allem aber ist ihnen der Respekt gegenüber den Traditionen und den Regeln sehr wichtig. Und so nimmt die Simulation ihren Lauf und ein Missverständnis jagt das Nächste. Es vergehen weitere 45 Minuten und auf einmal Platz der Knoten und eine Brücke ist gebaut, die sich sehen lässt. Durch Beobachtung, Kommunikation, Kompromisse und einem toleranten Miteinander konnte das Ziel gemeinsam erreicht werden.

Am Wochenende trafen sich 15 Schüler*innen aus dem Eichsfeld in der Villa Lampe, um sich zu Toleranzbotschafter*innen ausbilden zu lassen. Mithilfe von interaktiven und erfahrungsorientierten Methoden lernen die Jugendlichen mehr über die Themen Stereotype, Vorurteile und Diskriminierung. Die Ausbildung befähigt die Teilnehmende eigenständig Toleranzworkshops nach dem Konzept von Colored Glasses in Schulklassen durchzuführen. Geleitet wurde die Schulung von Sara Klingebiel und Merle Doerwald die ehrenamtlich für das Bildungsangebot von YFU aktiv sind.

Die Colored Glasses Toleranzbotschafter*innen Schulung ist ein Teil des Projekts Building Bridges- Demokratie stärken im Eichsfeld, welches in Kooperation mit der Ko-ra-le e.V. und YFU organisiert wird. Das Projekt ist durch das Bundesprogramm Demokratie Leben“ im Eichsfeld gefördert und baut auf den erfolgreichen Projekten „Interkulturelles Training“ (2015/16), „Interkulturelles Theater“ (2016), „Integrationslotsen“ (2017) und dem „Toleranz-Botschafter*innen“ (2018) auf. Im vergangenen Jahr gewann das Projekt sogar den Thüringer Demokratiepreis

Wir sagen Danke für so viel Engagement und freuen uns auf weitere Toleranzworkshops in den kommenden Wochen. Workshops können für Schulklassen kostenfrei unter dieser Telefonnummer gebucht werden: 040/227002-260.

Folge uns auf Instagram! @coloredglasses_yfu

Gleich zwei Schulungen fanden am Wochenende des 09./10.November in Hannover und Chemnitz statt. Zum einen wurden in Hannover 10 neue Colored Glasses Teamer*innen ausgebildet und zum anderen 17 neue Trainer*innen in Chemnitz. Trainiert wurden die Schulungen von Team Anikó, Josi & Sophie und Team Bara & Sara. Um dem Ganzen einen internationalen Touch zu verpassen und das Colored Glasses Netzwerk international zu stärken, luden wir zwei Freiwillige aus YFU Flandern und eine Ehrenamtliche aus YFU Österreich mit ein. Worauf wir sehr stolz sind, ist die Diversität unserer Teilnehmenden. Insbesondere durch die Kooperation mit der TU Chemnitz und der studentischen Initiative kulturcampus ist es uns gelungen zum ersten Mal auch internationale Studierende mit in unser Team zu holen. Eine große Bereicherung!

Wir wünschen allen geschulten Teamer*innen und Trainer*innen einen guten Start in die Praxis!!!

PS: Ihr interessiert euch was auf einer Schulung so passiert? Dann folgt uns auf Instagram und schaut euch unsere Stories an. @Coloredglasses_yfu

Colored Glasses Beitrag auf Instagram

Nachdem es so viel negative Presse über die Stadt Chemnitz im vergangenen Jahr gab, wollten wir mit Colored Glasses ein Zeichen setzen und zeigen, dass Chemnitz mehr kann. Deshalb luden Ludwig, Bara und ich zu einer Colored Glasses Schulung nach Chemnitz Anfang April 2019 ein.

Die Rückmeldungen waren großartig und so konnten wir 15 Multiplikator*innen in Chemnitz begrüßen. In der Vorbereitung der Schulung haben wir gemerkt, dass man gemeinsam immer stärker ist. Wir freuen uns deshalb sehr darüber drei tolle Kooperationspartner*innen gefunden zu haben. Besonders lobenswert ist die Zusammenarbeit mit dem inklusiv ausgerichteten Bürgerhaus am Rosenhof – das ALL IN – zu erwähnen. Mitten in der Innenstadt hatten wir ein hervorragendes Ambiente und neugierige Passanten konnten uns bei unserer Arbeit beobachten. Die Doris Wuppermann Stiftung hat die Kosten für die Schulung übernommen. Wir sind sehr dankbar über diese Unterstützung und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit. Zu guter Letzt möchten wir die Kooperation mit der studentischen Initiative kulturcampus hervorheben. Die Initiative führt interkulturelle Trainings für Studierende an der TU Chemnitz durch. In Zukunft werden wir gemeinsam Workshops an Schulen in der Region durchführen, um aktiv Präventionsarbeit gegen Extremismus zu leisten. Somit haben wir genügende Woman- und Man-Power!

Frühlingserwachen, so wie die Kirschblüten nach einem langen Winter Schönheit ans Licht bringen, so wollen wir gemeinsam Bildungsarbeit dort leisten, wo sie gebraucht wird. Jeder kann etwas tun. Informiert euch und setzt euch ein. Danke für dieses tolle Wochenende und die Motivation die jeder von euch hat mit einfließen lassen.

PS: Eine komplette Story zu dieser Schulung findet ihr auf Instagram: @coloredglasses_yfu https://www.instagram.com/coloredglasses_yfu/ und unter dem Hashtag #buntsein, #coloredglasses

Danke Chemnitz

Colored Glasses engagiert sich seit vielen Jahren bei den Internationalen Wochen gegen Rassismus und führt Veranstaltungen und Toleranzworkshops durch. Im vergangenen Jahr konnten wir bei der Gelegenheit 5 neue Ehrenamtliche für Colored Glasses begeistern.

Wir danken allen, die sich jeden Tag gegen Rassismus in jeder Form einsetzen und feiern gemeinsam mit euch diese Woche!

Dieses Jahr wird eine Schulung für Toleranzbotschafter*innen durch Colored Glasses in Chemnitz stattfinden. Du willst teilnehmen oder kennst möchtest es weiterempfehlen? Bewerbungen laufen über die offizielle Website der Stiftung für die internationalen Wochen gegen Rassismus.

Mehr dazu hier https://stiftung-gegen-rassismus.de/events/toerlanz-botschafterinnen-ausbildung

Unser Dreamteam! Jerker, Milen und Sara

Und auch auf Schulungen: zwischendurch immer wieder ein Energizer!

Ein Wochenende, um sich mit Toleranz, Demokratie und Vorurteilen auseinander zu setzen und Methoden zu lernen, um als Toleranzbotschafter*in Workshops geben zu können – das gab es bei Colored Glasses im September in Heilbad-Heiligenstadt. Das Ganze wurde organisiert von Sara Klingebiel, die zusammen mit Jerker die Schulung leiten und durchführen wird.

Ein Rückblick:

Am Freitagnachmittag den 14. September trudeln wir alle zu unterschiedlichen Zeiten in Sara’s Elternhaus ein, dass uns netterweise zur Verfügung gestellt wird. Der Plan ist es, uns beim Tee und Kaffee trinken und gemeinsamen Pizza essen am Abend besser kennenzulernen. Nach einem lustigen Zusammensein und spannenden Unterhaltungen auf sowohl deutsch und englisch, denn Michaela ist extra für die Schulung aus Italien angereist, werden wir auf verschiedene Gastfamilien in und um Heilbad-Heiligenstadt verteilt. Dort sind wir das Wochenende über Nacht untergebracht.

Am nächsten morgen geht es früh los, denn wir haben viel vor. Zuerst wird allerdings ausgiebig auf thüringerische Art und Weise gefrühstückt – mit Mett und Schmand. Danach sollen wir uns zunächst selbst in die Rolle eines Schülers versetzen und simulieren mit sehr viel Spaß ein Spiel. Nach einer gemeinsamen Reflektion, sprechen wir darüber was einen guten Teamer ausmacht und nach welchem Schema sowie mit welchen Tricks man das Thema Toleranz näher an die Teilnehmer der Workshops bringen kann. Nach dem Mittagessen dürfen wir in zweier Gruppen unseren ersten eigenen Workshop planen. Die Ergebnisse sollen am nächsten Tag zusammengetragen werden. Den Abend lassen wir mit einem Spaziergang durch Heilbad-Heiligenstadt ausklingen, mit einer persönlichen Führung von Sara.

Sonntag beginnt mit der Vorstellung der Ergebnisse des Vortages. In zwei Gruppen aufgeteilt, simulieren wir die von uns geplanten Workshops und kriegen so einen kleinen Eindruck, wie es sich anfühlt, selbst vor einer Klasse zu stehen. Anschließend werden die Workshops zusammen reflektiert und Verbesserungsmöglichkeiten gesucht. Alles in allem sind wir sehr zufrieden mit dem Ergebnis und freuen uns nun auf unseren ersten „richtigen“ Workshop. Was wir alle mitgenommen haben ist, dass es nicht darum geht, die Meinung jedes einzelnen verändern zu müssen, sondern es schon ein Erfolg ist, wenn wir auch nur eine Person zum Nachdenken angeregt haben. Viel zu schnell ist das Wochenende vorbei und die Wege trennen sich vorübergehend am Bahnhof Heilbad-Heiligenstadt.