Colored Glasses bringt neue Perspektiven nach Brüssel
Am 17. März fand in Brüssel ein besonderer Colored-Glasses-Workshop statt. Teilgenommen haben Schüler*innen und Schülervertretungen deutscher Schulen aus Brüssel, Den Haag und Paris – alle deutschsprachig, aber mit ganz unterschiedlichen internationalen Erfahrungen. Die Gruppe war altersmäßig breit gemischt, von der sechsten bis zur zwölften Klasse.
Das Thema Diskriminierung stand im Mittelpunkt, doch schnell zeigte sich, dass die Teilnehmenden bereits viele eigene Erfahrungen und ein gutes Verständnis des Themas mitbrachten. Statt klassischer Grundlagenarbeit wurde der Workshop daher spontan angepasst. Die Schüler wurden weniger als klassische Teilnehmende, sondern vielmehr als Multiplikatoren gesehen. Im Fokus standen Fragen wie: Was kann ich tun, wenn ich selbst oder andere Diskriminierung erleben? Welche Handlungsmöglichkeiten habe ich als Schülervertretung? An wen kann ich mich wenden?
Diese Dynamik stellte auch die beiden Teamerinnen Klara und Martha vor Herausforderungen. Ursprünglich hatten sie den Workshop auf einem eher grundlegenden Niveau geplant. Doch während der Durchführung wurde schnell klar, dass sie umdenken mussten:
Wir fanden es beeindruckend, wie gut die Gruppe mitgemacht hat und wie viel wir innerhalb dieser paar Stunden machen konnten.
Gleichzeitig war es pädagogisch, wie auch methodisch herausfordernd. Weil wir vorher nicht wussten, dass die Schüler so fit sind, haben wir dementsprechend eher auf einem einfachen Niveau geplant. Daher mussten wir während des Workshops einiges umbauen, sodass der Inhalt auch zur Zielgruppe passt.
Das war zwar herausfordernd, aber ich würde sagen, wir haben es auf jeden Fall gemeistert. Die Lehrkräfte waren mehr als zufrieden.
Trotz der zeitlichen Begrenzung hatten beide Teamerinnen das Gefühl, mehr erreicht zu haben als ursprünglich geplant. Gleichzeitig wurde deutlich, wie viel Potenzial noch in einem mehrtägigen Format gesteckt hätte. „Ich habe bei diesem Workshop gemerkt, wie stark mehrtägige Programme sein können.“ sagt Klara. Der Wunsch nach mehr Zeit war groß – besonders, weil die Gruppe so ambitioniert war und die Lehrkräfte die Schüler engagiert und auf Augenhöhe begleiteten.
Dass der Workshop langfristig etwas bewegen kann, davon sind beide überzeugt. Durch den offenen Austausch und die intensive Auseinandersetzung mit dem Thema wurden Impulse gesetzt, die weit über den Workshop hinaus wirken können. „Ich hoffe natürlich sehr, dass wir bei den Schülern einen Eindruck hinterlassen haben, sodass sie den Inhalt des Workshops vielleicht mit in ihr Leben nehmen können,” wünscht sich Klara. “Nicht nur für die Schulzeit, sondern auch weiterführend. Sodass noch etwas vom Workshop in Köpfen der Schüler stecken bleibt, was sie dann beispielsweise auch in Führungspositionen für sich, aber auch für ihre Mitmenschen nutzen können.“
Für Klara steht nach diesem Workshop vor allem eines fest:
Ich finde Colored Glasses ein super cooles Programm mit sehr vielen Möglichkeiten für Entwicklung und Impulse und ich wünschte, dass jede Person irgendwann einmal an einem Colored-Glasses-Workshop teilnehmen könnte.










